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Spuren der Antike – Ödipus
Studium Generale
„Die Antike ist sehr nah, ist völlig in uns, der Kulturkreis ist noch nicht abgeschlossen“ meinte der moderne Dichter Gottfried Benn. Und in der Tat – wer kennt den Namen dieses Königs nicht, der gerade bei dem Versuch, seinem prophezeiten Schicksal zu entkommen, es erst recht erfüllte,– unwissend Vatermord und Inzest beging, sich die Augen selber ausstach, sobald er die von ihm zugleich verschleierte und ersehnte Wahrheit endlich erfuhr, und schließlich im Exil starb? Kaum eine mythische Gestalt der griechischen Antike hat das Denken und die Phantasie des Abendlandes so tief geprägt und inspiriert wie die des Ödipus, dessen Namen Sigmund Freud einem wesentlichen „Komplex“ der menschlichen Psyche nicht ohne Grund sogar gab. So scheint diese schon in der Antike als Quintessenz des Tragischen überhaupt angesehene Figur für ein wesenhaftes Rätsel zu stehen, dessen tiefgreifende und dichte Motivik – von der Wahrheitssuche über das Schicksal bis hin zur Identitätsfrage schlechthin – uns wohl keine Ruhe lässt: „Der König Ödipus hat ein Auge zuviel vielleicht“, schrieb einmal der Dichter Friedrich Hölderlin… Anhand der antiken Tragödie des Sophokles und ihrer modernen Verfilmung vom italienischen Regisseur Pier Paolo Pasolini lädt dieser Kurs zu einer Entzifferung dieses für uns so verstörenden wie sinnstiftenden Mythos ein.
Kurstermine 5
-
Ort / Raum
-
- 1
- Montag, 21. September 2026
- 17:50 – 19:20 Uhr
- Altes E-Werk
1 Montag 21. September 2026 17:50 – 19:20 Uhr Altes E-Werk -
- 2
- Montag, 28. September 2026
- 17:50 – 19:20 Uhr
- Altes E-Werk
2 Montag 28. September 2026 17:50 – 19:20 Uhr Altes E-Werk -
- 3
- Montag, 05. Oktober 2026
- 17:50 – 19:20 Uhr
- Altes E-Werk
3 Montag 05. Oktober 2026 17:50 – 19:20 Uhr Altes E-Werk -
- 4
- Montag, 12. Oktober 2026
- 17:50 – 19:20 Uhr
- Altes E-Werk
4 Montag 12. Oktober 2026 17:50 – 19:20 Uhr Altes E-Werk -
- 5
- Montag, 19. Oktober 2026
- 17:50 – 19:20 Uhr
- Altes E-Werk
5 Montag 19. Oktober 2026 17:50 – 19:20 Uhr Altes E-Werk
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Spuren der Antike – Ödipus
Studium Generale
„Die Antike ist sehr nah, ist völlig in uns, der Kulturkreis ist noch nicht abgeschlossen“ meinte der moderne Dichter Gottfried Benn. Und in der Tat – wer kennt den Namen dieses Königs nicht, der gerade bei dem Versuch, seinem prophezeiten Schicksal zu entkommen, es erst recht erfüllte,– unwissend Vatermord und Inzest beging, sich die Augen selber ausstach, sobald er die von ihm zugleich verschleierte und ersehnte Wahrheit endlich erfuhr, und schließlich im Exil starb? Kaum eine mythische Gestalt der griechischen Antike hat das Denken und die Phantasie des Abendlandes so tief geprägt und inspiriert wie die des Ödipus, dessen Namen Sigmund Freud einem wesentlichen „Komplex“ der menschlichen Psyche nicht ohne Grund sogar gab. So scheint diese schon in der Antike als Quintessenz des Tragischen überhaupt angesehene Figur für ein wesenhaftes Rätsel zu stehen, dessen tiefgreifende und dichte Motivik – von der Wahrheitssuche über das Schicksal bis hin zur Identitätsfrage schlechthin – uns wohl keine Ruhe lässt: „Der König Ödipus hat ein Auge zuviel vielleicht“, schrieb einmal der Dichter Friedrich Hölderlin… Anhand der antiken Tragödie des Sophokles und ihrer modernen Verfilmung vom italienischen Regisseur Pier Paolo Pasolini lädt dieser Kurs zu einer Entzifferung dieses für uns so verstörenden wie sinnstiftenden Mythos ein.
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buchbar ab Di. 08.09.2026 00:00Gebühr38,80 €
- Kursnummer: 1330
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StartMo. 21.09.2026
17:50 UhrEndeMo. 19.10.2026
19:20 Uhr -
Dozent*in:
Marc Olivier Talabardon M.A.