Unsere vhs-Kursleiterinnen und -Kursleiter kommen aus ganz verschiedenen Professionen und künstlerischen Sparten. Sie repräsentieren unterschiedliche Generationen und Milieus. Ihre Zusammensetzung ist international. Unsere Kursleitungen sind so vielfältig wie unser Programmangebot.
Talabardon M.A., Marc Olivier
Marc Olivier Talabardon hat klassische Philologie, Geschichte, Literatur und Philosophie an der Sorbonne in Paris studiert. Seit Mitte der 1990er Jahre ist der gebürtige Pariser als freischaffender Dozent und wissenschaftlicher Übersetzer in Deutschland – Berlin, Bamberg, Nürnberg – tätig. Er versteht sich als Grenzgänger – nicht nur im geografischen, sondern auch im kulturellen, sprachlichen und fachlichen Sinne.
Spuren der Antike – Heimat, Exil und Asyl im Alten Griechenland „Heimkehr! war seine Klage“ – so fasst Homer die Gemütslage des während seiner langen Irrfahrt „um die eigene Seele ringenden“ Odysseus zusammen. „Ich bin einsam, heimatlos..., aus fremdem Land geraubt, entbehre Mutter, Bruder und Verwandte – den Hafen, in dem ich diesem Unglück entkommen könnte...“, klagt die „Barbarin“ Medea, bevor sie ihre eigenen Kinder tötet; und der Chor der einheimischen Frauen antwortet: „Möge ich niemals heimatlos sein!... Den Tod, ja den Tod wünsche ich mir lieber... denn die allergrößte Not ist es, das heimische Land zu missen.“ Die Sorge um eine klare und sichere Definition von „Heimat“ überhaupt, sowie das Bewusstsein der Gefahr und Bedeutung des Heimatverlustes bzw. der Heimatlosigkeit schlechthin sind ein für die Kultur und Literatur der Alten Griechen wesensbestimmendes und sinnstiftendes Leitmotiv. So stellt es das Thema der wohl ältesten Tragödie dar, die uns überliefert ist: Die Schutzflehenden, in der Aischylos das erschütternde Schicksal von Asyl suchenden Königstöchtern inszeniert. Ausgewählte Texte und Dokumente sollen uns einen Einblick in das altgriechische Verständnis von Heimat und Fremde, Identität und Entfremdung gewähren.
Anhand verschiedener Themen und in konkreten Sprechsituationen sollen in diesem Kurs Wortschatz und Grammatik aufgefrischt und gefestigt sowie die mündliche Ausdrucksfähigkeit gefördert und verbessert werden.
Des documents, textes et thèmes divers sont autant de sujets de discussion qui vous permettent de cultiver et d'améliorer votre pratique de la langue et d'approfondir votre connaissance de l'actualité, de la culture et de la société française. Le matériel est donné en cours.
Philosophie ist keine Kunst, die Welt einsam zu verlassen! Sie ist vielmehr die Kunst, unsere Welt besser - besonnener und gemeinsam - zu verstehen und zu bewohnen. Mitten in der Geschäftigkeit des Alltags und zwischen den allzu oft verkrusteten, vermeintlich letzten Antworten schafft sie einen Freiraum für das Nachdenken und Diskutieren über die ersten Fragen, die uns alle angehen. Deshalb ist sie von Grund auf Begegnung und Dialog, mitten drin und abseits zugleich… Und dabei zählt nicht das Fachwissen und –können des Einzelnen, sondern nur das Bedürfnis und die Lust aller, sich miteinander einen etwas freieren Blick in das zu verschaffen, was eigentlich ist oder sein soll. In diesem Sinne wollen wir uns einmal im Monat treffen, um Themen, Werken, Fragen unserer philosophischen Tradition und auch unserer eigenen Welt gemeinsam und in aller Ruhe zu begegnen.
Ces soirées invitent à la (re)découverte "guidée" (présentation, VO avec sous-titres possibles, discussion...) de quelques-uns des films d'hier et d'aujourd'hui, connus ou moins connus, témoignant de manière originale de la créativité et de l'esprit de l'art cinématographique français.
„Der Wille zur Wahrheit…" der uns noch zu manchem Wagnisse verführen wird, jene berühmte Wahrhaftigkeit, von der alle Philosophen bisher mit Ehrerbietung geredet haben: was für Fragen hat dieser Wille zur Wahrheit uns schon vorgelegt! Welche wunderlichen schlimmen fragwürdigen Fragen! (…) Wer ist das eigentlich, der uns hier Fragen stellt? Was in uns will eigentlich ‚zur Wahrheit‘?“ Friedrich Nietzsches bittere Ironie ist wohl mehr als begründet: Der Mensch will und braucht „Wahrheit“, scheint aber immer wieder die schmerzhafte Erfahrung machen zu müssen, als entzöge sich doch die so heiß begehrte Muse seines Herzens seinem Können und Wissen… Auch wenn er hier keine Ausnahme darzustellen vermag und den Anspruch nicht erheben darf, die Wahrheit schlechthin gepachtet zu haben, bemüht sich allerdings der Philosoph prinzipiell darum, durch eine Erhellung des Grundverständnisses dessen, was der Begriff „Wahrheit“ überhaupt heißen – d.h. bedeuten und erfordern – kann bzw. soll, der Wahrheitssuche selbst und dem jeweils mit ihr wesentlich zusammenhängenden Daseinsbild auf den Grund zu gehen. Anhand ausgewählter Texte wollen wir nun versuchen, dem sich im Laufe der philosophischen Tradition wandelnden Sinn von „Wahrheit“ überhaupt auf die Spur zu kommen.