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Spuren der Antike – Heimat, Exil und Asyl im Alten Griechenland
Studium Generale

Spuren der Antike – Heimat, Exil und Asyl im Alten Griechenland
„Heimkehr! war seine Klage“ – so fasst Homer die Gemütslage des während seiner langen Irrfahrt „um die eigene Seele ringenden“ Odysseus zusammen. „Ich bin einsam, heimatlos..., aus fremdem Land geraubt, entbehre Mutter, Bruder und Verwandte – den Hafen, in dem ich diesem Unglück entkommen könnte...“, klagt die „Barbarin“ Medea, bevor sie ihre eigenen Kinder tötet; und der Chor der einheimischen Frauen antwortet: „Möge ich niemals heimatlos sein!... Den Tod, ja den Tod wünsche ich mir lieber... denn die allergrößte Not ist es, das heimische Land zu missen.“ Die Sorge um eine klare und sichere Definition von „Heimat“ überhaupt, sowie das Bewusstsein der Gefahr und Bedeutung des Heimatverlustes bzw. der Heimatlosigkeit schlechthin sind ein für die Kultur und Literatur der Alten Griechen wesensbestimmendes und sinnstiftendes Leitmotiv. So stellt es das Thema der wohl ältesten Tragödie dar, die uns überliefert ist: Die Schutzflehenden, in der Aischylos das erschütternde Schicksal von Asyl suchenden Königstöchtern inszeniert. Ausgewählte Texte und Dokumente sollen uns einen Einblick in das altgriechische Verständnis von Heimat und Fremde, Identität und Entfremdung gewähren.

Kurstermine 5

  •  
    Ort / Raum
    • 1
    • Montag, 02. März 2026
    • 17:50 – 19:20 Uhr
    • Raum 117
    1 Montag 02. März 2026 17:50 – 19:20 Uhr Raum 117
    • 2
    • Montag, 09. März 2026
    • 17:50 – 19:20 Uhr
    • Raum 117
    2 Montag 09. März 2026 17:50 – 19:20 Uhr Raum 117
    • 3
    • Montag, 16. März 2026
    • 17:50 – 19:20 Uhr
    • Raum 117
    3 Montag 16. März 2026 17:50 – 19:20 Uhr Raum 117
    • 4
    • Montag, 23. März 2026
    • 17:50 – 19:20 Uhr
    • Raum 117
    4 Montag 23. März 2026 17:50 – 19:20 Uhr Raum 117
    • 5
    • Montag, 13. April 2026
    • 17:50 – 19:20 Uhr
    • Raum 117
    5 Montag 13. April 2026 17:50 – 19:20 Uhr Raum 117

Spuren der Antike – Heimat, Exil und Asyl im Alten Griechenland
Studium Generale

Spuren der Antike – Heimat, Exil und Asyl im Alten Griechenland
„Heimkehr! war seine Klage“ – so fasst Homer die Gemütslage des während seiner langen Irrfahrt „um die eigene Seele ringenden“ Odysseus zusammen. „Ich bin einsam, heimatlos..., aus fremdem Land geraubt, entbehre Mutter, Bruder und Verwandte – den Hafen, in dem ich diesem Unglück entkommen könnte...“, klagt die „Barbarin“ Medea, bevor sie ihre eigenen Kinder tötet; und der Chor der einheimischen Frauen antwortet: „Möge ich niemals heimatlos sein!... Den Tod, ja den Tod wünsche ich mir lieber... denn die allergrößte Not ist es, das heimische Land zu missen.“ Die Sorge um eine klare und sichere Definition von „Heimat“ überhaupt, sowie das Bewusstsein der Gefahr und Bedeutung des Heimatverlustes bzw. der Heimatlosigkeit schlechthin sind ein für die Kultur und Literatur der Alten Griechen wesensbestimmendes und sinnstiftendes Leitmotiv. So stellt es das Thema der wohl ältesten Tragödie dar, die uns überliefert ist: Die Schutzflehenden, in der Aischylos das erschütternde Schicksal von Asyl suchenden Königstöchtern inszeniert. Ausgewählte Texte und Dokumente sollen uns einen Einblick in das altgriechische Verständnis von Heimat und Fremde, Identität und Entfremdung gewähren.
03.02.26 15:20:33