Unsere vhs-Kursleiterinnen und -Kursleiter kommen aus ganz verschiedenen Professionen und künstlerischen Sparten. Sie repräsentieren unterschiedliche Generationen und Milieus. Ihre Zusammensetzung ist international. Unsere Kursleitungen sind so vielfältig wie unser Programmangebot.
Talabardon M.A., Marc Olivier
Marc Olivier Talabardon hat klassische Philologie, Geschichte, Literatur und Philosophie an der Sorbonne in Paris studiert. Seit Mitte der 1990er Jahre ist der gebürtige Pariser als freischaffender Dozent und wissenschaftlicher Übersetzer in Deutschland – Berlin, Bamberg, Nürnberg – tätig. Er versteht sich als Grenzgänger – nicht nur im geografischen, sondern auch im kulturellen, sprachlichen und fachlichen Sinne.
Anhand verschiedener Themen und in konkreten Sprechsituationen sollen in diesem Kurs Wortschatz und Grammatik aufgefrischt und gefestigt sowie die mündliche Ausdrucksfähigkeit gefördert und verbessert werden.
Des documents, textes et thèmes divers sont autant de sujets de discussion qui vous permettent de cultiver et d'améliorer votre pratique de la langue et d'approfondir votre connaissance de l'actualité, de la culture et de la société française. Le matériel est donné en cours.
Der „Freundschaft“ stiftende „Austausch von Worten und Gedanken – so der antike Philosoph Aristoteles –, das ist es, was für das Zusammenleben von Menschen das Bezeichnende ist, nicht das Weiden auf derselben Weide wie beim lieben Vieh.“ Die sinnerschließende und kritische Klärung dessen, was überhaupt ist bzw. uns und mit uns geschieht, erfordert keinen Rückzug in eigenbrötlerische Einsamkeit, sondern die Praxis der offenen Begegnung und des besonnenen Dialogs auf gleicher Augenhöhe. Nur so lässt sich ernsthaft und verbindlich erfahren, wie wir uns verstehen und die Welt bewohnen wollen – und die Gefahr einer der allzu entfremdenden Geschäftigkeit des Alltags geschuldeten Denk- und Sprachlosigkeit bannen. Jenseits mancher vermeintlich selbstverständlicher oder letzter Antworten schafft somit Philosophie einen Freiraum für das Nachdenken und Diskutieren über die Grundfragen, die alle angehen. Dabei kommt es nicht auf das Fachwissen des Einzelnen an, sondern auf das wahrhaftige Interesse aller, sich gemeinsam einen schärferen Blick für das zu verschaffen, was eigentlich ist und sein soll. In diesem Sinne wollen wir uns treffen, um brisanten Themen der philosophischen Tradition und unserer eigenen Zeit frei zu begegnen.
Ces soirées invitent à la (re)découverte "guidée" (présentation, VO avec sous-titres possibles, discussion...) de quelques-uns des films d'hier et d'aujourd'hui, connus ou moins connus, témoignant de manière originale de la créativité et de l'esprit de l'art cinématographique français.
Die Selbstverständlichkeit, mit der wir uns auf den Humanismus berufen, um das von der abendländischen Zivilisation der Moderne gepflegte Menschenbild zu bezeichnen, verdeckt die Eigentümlichkeit des Begriffes selbst sowie des ihn begründenden Anliegens und seiner Geschichte. Dass eine sich als zivilisatorisches Programm verstehende philosophische Lehre, deren Wurzeln über die Renaissance bis in Antike reichen, den Namen des Menschen schlechthin (lat. homo) zu tragen wagt, zeugt nämlich vom außerordentlichen Anspruch auf den Besitz eines unbedingt verbindlichen, weil universal geltenden und unantastbaren Verständnisses der menschlichen Natur und Bestimmung überhaupt (lat. humanitas). Doch gerade aufgrund ihrer eigenen, nicht zuletzt diesem Menschenbild zu verdankenden (ob kulturellen, gesellschaftlich-politischen oder wissenschaftlich-technologischen) Errungenschaften, stellt diese Zivilisation selbst die Paradigmen, die den klassischen Humanismus maßgeblich geprägt haben – von seinem Naturbild über dessen Wahrheitsverständnis bis zur Idee der Würde des Menschen als eines freien, durch die eigene Vernunft selbstbestimmten Subjekts –, so sehr in Frage, dass nicht nur von einem postmodernen, sondern auch von einem trans- oder posthumanistischen Zeitalter immer mehr die Rede ist. Sind die Tage des humanistischen Ideals nun gezählt – und wer könnte der posthumanistische Mensch sein? Um diese Fragen zu beantworten, wollen wir, anhand besonders aussagekräftiger Texte, sowohl die erstaunliche Vieldeutigkeit der klassischen Paradigmen der humanistischen Moderne als auch die tiefen Gründe und weitreichenden Folgen ihrer zunehmenden Erschütterung erhellen.