Kurse nach Themen
Städte bestehen nicht aus Straßen, Plätzen und Gebäuden allein. Sie bestehen aus Begegnungen, Erinnerungen und Geschichten. Gerade die sogenannten „Dritten Orte“ – Orte zwischen Zuhause und Arbeitsplatz – schaffen Identität, Gemeinschaft und Lebensqualität. Die Volkshochschule gehört zu diesen besonderen Orten. Sie ist Lernort, Begegnungsort und gesellschaftlicher Treffpunkt zugleich. In einer Zeit zunehmender Digitalisierung und gesellschaftlicher Veränderungen gewinnen solche Orte immer mehr an Bedeutung. Als Baureferentin stellt sich für mich die Frage: Wie müssen wir unsere Städte gestalten, damit Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft auch in Zukunft möglich bleiben? Die Volkshochschule ist mehr als ein Bildungsort. Sie ist ein Dritter Ort – ein Raum für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen aus Bamberg und aktuellen Erkenntnissen der Stadtforschung, wie Architektur und öffentliche Räume Gemeinschaft stiften und Wandel ermöglichen können. Zum Programm: Grußwort: Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier Zum Semester-Programm: Dr. Anna Scherbaum, Leiterin der Volkshochschule Bamberg Stadt Musikalischer Rahmen: Folk-Band "Frensdorfer Session-Musik" Im Anschluss an den offiziellen Teil lädt die vhs zu einem kleinen Empfang mit Getränken und Snacks ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Balkonkraftwerke bieten eine leichte Möglichkeit, die Energiewende am eigenen Haus, an der Wohnung oder auch Mietwohnung aktiv mitzugestalten. Die Investition in solche Systeme kann sich an sonnigen Standorten bereits innerhalb von fünf Jahren auszahlen. Balkonkraftwerke erleichtern nicht nur ökologisches Handeln, sondern ermöglichen auch die direkte Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom zu Hause. Nach dem Infovortrag erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich ein (plastisches) Bild von einem Balkonkraftwerk und dem nötigen Zubehör zu verschaffen. Dabei können sie selbst Hand anlegen und merken, wie leicht der Einstieg in die Energiewende ist. Die Veranstaltung wird mit einer Begrüßung durch den zweiten Bürgermeister, Jonas Glüsenkamp, eröffnet.
Die NATO auch ohne die USA bleibt für Europa absolut notwendig, um eine koordinierte Verteidigung und politische Abschreckung gegen externe Bedrohungen wie Russland aufrechtzuerhalten. Obwohl ein Wegfall der US-Sicherheitsgarantie eine massive Schwächung bedeuten würde, bietet die bestehende NATO-Struktur den Europäern das einzig etablierte Fundament für eine funktionierende militärische Kooperation. Welche Fähigkeiten müssen die Europäer sicherstellen, um Amerikas neue Verhalten auszugleichen - Wir reden darüber .
1424 wird auf dem Pariser Friedhof Saint Innocent auf die Wände der Friedhofsmauer ein Fresko gemalt, dass den „Danse Macabre“, den Totentanz darstellt. Entstanden ursprünglich im 14. Jahrhundert in Spanien und Frankreich in Text- und Liedform, tritt der Totentanz mit der monumentalen Darstellung seinen Siegeszug über Europa an. In kürzester Zeit entstehen vergleichbare Fresken in Konstanz, Ulm, Basel, Bern, Berlin aber auch in den Niederlanden, Dänemark und Schweden. Die Botschaft ist eindrücklich: Niemand kann dem Tod entkommen, alle fordert er auf mit ihm zu gehen – sei es Papst, Kaiser oder Säugling. Seitdem bevölkern die Toten nicht nur Friedhofsmauern und Kirchen, sondern der Totentanz findet hat alle Bereiche der Kunst erobert: Malerei, Musik, Tanz, Buchkunst, Literatur und sogar die Popmusik. Der Eröffnungsvortrag stellt bedeutende Beispiele aus der Europäischen Geschichte vor und lädt so zur Zeitreise vom Mittelalter und das Barock, das mit dem Bamberger Totentanz auf dem Michelsberg einen besonders schönen und einzigartigen Todesreigen hervorgebracht hat, bis in die politische Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts. Denn das Motiv des Totentanzes ist noch lange nicht tot, Jahr für Jahr setzen sich wieder Künstler*innen mit dem Unvermeidbaren auseinander, um im Totentanz Trost zu finden oder ihrer Wut und Trauer Ausdruck zu verleihen. Referent Michael Hanisch leitet das Künstlerische Betriebsbüro am ETA Hoffmann Theater und beschäftigt sich seit dem Studium mit dem Totentanz. Er ist Vorstandsmitglied der Europäischen Totentanz-Vereinigung Bundesrepublik Deutschland e.V. und Mitherausgeber der Zeitschrift „Totentanz Aktuell“.
Albert Speer ist vermutlich der am häufigsten zitierte Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts. Ein engagierter Nationalsozialist, Unterstützer Hitlers, Architektur-Manager, Kriegslogistiker, Rüstungsorganisator, Mitbetreiber der NS-Rassenpolitik, eine Zentralfigur des Eroberungs- und Vernichtungskrieges – das ist der reale Albert Speer bis 1945. Das Bild der Nachkriegszeit entspricht dem kaum. Hier erscheint Speer meist als verführter Bürger und unpolitischer Technokrat. Erfolgreich verdeckte er seine vielfältige Beteiligung an den NS-Verbrechen. Speer erzählte Distanzierungsgeschichten, Fabeln von persönlicher Fremdheit und nachgeholter Reue. Er posierte als vermeintlich ehrlicher Bekenner, um der Nachwelt mahnend zu berichten. Der Vortrag zeigt Speers reales Leben als Nationalsozialist und analysiert, wie es Speer gelang, seine Legenden zu verbreiten – und wie Millionen Deutsche diese begierig aufnahmen, um sich selbst eine harmonisierte Lebensgeschichte erzählen zu können. Er beschreibt darüber hinaus, wie der Verleger Wolf Jobst Siedler und der Publizist Joachim Fest Speer dabei Speer zur Hand gingen und wie unkritisch Historikerinnen und Historiker deren Fabeln über Jahrzehnte übernahmen. Speers Lebens- und Lügengeschichten sind damit auch eine Anregung zur selbstkritischen Reflexion auf die Fake-News-Wellen unserer Gegenwart.
Der Atlantische Regenwald Brasiliens zählt zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Ökosystemen der Erde. Am Beispiel des Projeto Fazenda Saúva in Bahia zeigt dieser Vortrag, wie Naturschutz, Umweltbildung und soziale Entwicklung miteinander verbunden werden können. Vorgestellt werden Projekte zu nachhaltigem Kakaoanbau, Umweltbildung für Kinder und Jugendliche, Frauenförderung sowie zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Eindrucksvolle Fotografien vermitteln Einblicke in den Alltag der Menschen, die einzigartige Natur und die Herausforderungen einer ländlichen Region Brasiliens. Im Anschluss an den Vortrag lädt eine Vernissage zur begleitenden Fotoausstellung dazu ein, die Bilder in Ruhe zu entdecken und mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.
Richard Wagner verehrte E.T.A. Hoffmann, den Komponisten einer der ersten romantischen Opern (Undine), als eine seiner wichtigsten literarischen und künstlerischen Inspirationsquellen. Hoffmanns fantastische Erzählungen prägten Wagners künstlerisches Denken. Im Fliegenden Holländer, dem Tannhäuser und den Meistersingern von Nürnberg lassen sich Hoffmanns Einflüsse besonders gut erkennen: die Verschmelzung von Realität und Traum und die Darstellung des Künstlers als genialer, aber auch zerrissener Figur. Wagner sah in Hoffmann einen Geistesverwandten, der wie er selbst die Grenzen zwischen Musik, Literatur und Philosophie überschritt. Wagner bezeichnete Hoffmanns Werke als „wunderbare Träume“, die seine eigene Fantasie beflügelten. Hoffmanns Einfluss zeigt sich jedoch nicht nur in Wagners Textbüchern, sondern auch in seiner Idee des Gesamtkunstwerks – Grund genug, in Bamberg über das Verhältnis Wagners zu Hoffmann nachzudenken.
In Kooperation mit dem Hospizverein Bamberg e.V. Das Lebensende wirft oft Fragen und Unsicherheiten auf, sowohl für Betroffene als auch für ihre An- und Zugehörigen. Wie können wir das Lebensende bewusst und in Würde gestalten? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Menschen, die sich mit ihrer Vorsorge auseinandersetzen, im Sterben liegen oder eine sterbende Person begleiten? Der Vortrag „Ende gut alles gut?!“ bietet die Gelegenheit, sich diesen wichtigen Themen in einem geschützten Rahmen zu nähern. Was erwartet Sie? In diesem interaktiven Vortrag stellen Mitarbeitende des Hospizvereins das Konzept zur Sterbebegleitung vor. Dabei gehen wir auf folgende Fragen ein: • Haltung in der Hospiz- und Palliativarbeit • Konzept „Ende gut alles gut?!“ • Vorsorge im Leben für den Todesfall Der Vortrag ist bewusst interaktiv gestaltet, um Ihre Fragen zu beantworten und Raum für den Austausch zu schaffen. Ziel ist es, Vorbehalte und Ängste abzubauen und zu zeigen, dass das Lebensende nicht nur von Schwere, sondern vor allem auch von Geborgenheit und Menschlichkeit geprägt sein kann. Für wen ist dieser Vortrag? Dieser Vortrag richtet sich an alle Interessierten, die sich • der Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben vorsichtig annähern wollen • als Begleitung einer sterbenden Person sehen und sich informieren möchten • über die Themen Sterben, Begleiten, Vorsorge informieren und austauschen möchten.
Immer mehr junge Menschen ziehen eine Karriere bei der Bundeswehr in Betracht. Für Eltern und Erziehungsberechtigte stellt sich dabei oft die Frage: Welche Chancen, Risiken und Verpflichtungen bringt ein solcher Schritt mit sich? In diesem Vortrag beleuchten wir die Bundeswehr als Arbeitgeber aus kritischer Perspektive. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sozialen Angeboten, der Fürsorgepflicht sowie der Verfassungstreue der Mitarbeitenden. Auch die ethischen Herausforderungen und möglichen Gefahren, die mit Tätigkeiten bei der Bundeswehr verbunden sein können, werden thematisiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen in Europa und der geplanten Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland wird diskutiert, welche Verantwortung Eltern und junge Erwachsene in diesem Kontext abwägen sollten. Ziel des Vortrags ist es, Eltern und Erziehungsberechtigten ein fundiertes, differenziertes Bild zu vermitteln und eine Orientierungshilfe bei der kritischen Auseinandersetzung mit diesem besonderen Arbeitgeber zu geben.
Um 1900 standen jüdische Frauen im Spannungsfeld zwischen der Bewahrung des überlieferten religiösen Rollenbildes und der starren Geschlechterrolle des Kaiserreiches, daraufhin folgte in der Weimarer Republik eine Ära der Emanzipation. Der Vortrag begibt sich auf eine Spurensuche von Frauenschicksalen aus dem Bürgertum, ihres wirtschaftlichen und sozialen Engagements und ihre verschlungenen Schicksalswege im 20. Jahrhundert. Der Vortrag wird musikalisch begleitet von Dieter Krefis - Oboe, Helmut Mehling - Klavier.
Der Rückenschmerz ist in den modernen Gesellschaften aller Industrieländern weit verbreitet. Ursache sind oft einseitige Arbeitsbedingungen, Fehlhaltungen, Fehlernährung und mangelnde Bewegung. Zusätzlich werden auch seltene Veränderungen bzw. Erkrankungen beschrieben, die als Ursache von Rückenschmerzen beobachtet werden. Es gibt wohl niemanden im mittleren und besonders auch im höheren Lebensalter, der/die nicht mindestens einmal im Leben einen heftigen Rückenschmerz erlebt hat. Allerdings wird dies auch zunehmend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Rolle spielen. So wird zum Beispiel als das Haupt-Erkrankungsalter für Bandscheibenvorfälle das 25. Lebensjahr genannt. Weil eben immer mehr Betroffene registriert werden und das "Rücken-Leiden" bei den Krankenkassen mittlerweilen als 'Volkskrankheit' geführt wird, ist es selbstverständlich hilfreich, wenn man sich über die vielen möglichen Ursachen von Kreuzschmerzen informiert. Rücken-Schulungen und -Kurse werden in fast allen Städten angeboten und sollten genutzt werden, um ein Fortschreiten der Probleme aufzuhalten und vielleicht auch zur sog. 'Rücken-Gesundheit' zu finden. In einem informativen Vortrag zu diesem Thema wird der Facharzt für Orthopädie Dr. D. Gärtner am 26. November einen Vortrag halten. Hierbei werden die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen anhand von eingängigen Bildern vorgestellt und Tipps zur Selbsthilfe erarbeitet.
Deutschlands Rentensystem steht vor einer historischen Herausforderung: Immer weniger Junge müssen immer mehr Ältere finanzieren – und das bei steigender Lebenserwartung und schrumpfender Erwerbsbevölkerung. Wie kann die Rente für alle gesichert werden, ohne der jungen Generation unzumutbare Lasten aufzubürden? Der Vortrag untersucht, welche Reformen wirklich helfen und wie wir durch einen Maßnahmenmix die Finanzierung des Rentensystems sicherstellen, ohne Rentener:innen und Beitragszahler:innen zu überfordern.
In Kooperation mit dem Historischen Verein. Horst Gehringer präsentiert den neuen Aufsatzband des Historischen Vereins. Danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch. Mitglieder und Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.
Inflation, geopolitische Krisen, schwankende Börsen und veränderte Zinsen verunsichern viele Anlegerinnen und Anleger. Doch wie lässt sich Vermögen auch in bewegten Zeiten langfristig erfolgreich aufbauen? Der Vortrag zeigt verständlich und praxisnah, warum ETFs (börsengehandelte Indexfonds) heute für viele Menschen eine besonders attraktive Form der Geldanlage darstellen. Sie erfahren, wie ETFs funktionieren, welche Chancen und Risiken sie bieten und weshalb sie gerade in unsicheren Marktphasen helfen können, Ruhe und Struktur in die eigene Geldanlage zu bringen. Im Vortrag erfahren Sie: - wie Sie mit ETFs breit gestreut und kostengünstig investieren können, - welche Auswirkungen Inflation, Zinsen und wirtschaftliche Entwicklungen auf Ihr Vermögen haben, - warum langfristiges Investieren meist erfolgreicher ist als kurzfristige Börsenspekulation, - wie ein einfaches ETF-Portfolio aufgebaut werden kann und - welche typischen Fehler Anleger vermeiden sollten. Der Vortrag richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger sowie an alle, die ihre Geldanlage verständlich, selbstbestimmt und ohne großen Zeitaufwand organisieren möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.