Digitale Angebote sind heute fester Bestandteil vieler Lebensbereiche – doch was bedeutet das für ältere Menschen? Gemeinsam wollen wir erörtern, wie sich die digitale Gesellschaft auf das Leben im Alter auswirkt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten, Hürden und Chancen sowie den individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen digitaler Teilhabe. Vorgestellt werden ausgewählte Befunde aus Forschung und Praxis, die zur Diskussion einladen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für Rahmenbedingungen, Perspektiven und Herausforderungen digitaler Teilhabe im Alter interessieren.
In Kooperation mit dem Stadtarchiv Albert Speer ist vermutlich der am häufigsten zitierte Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts. Ein engagierter Nationalsozialist, Unterstützer Hitlers, Architektur-Manager, Kriegslogistiker, Rüstungsorganisator, Mitbetreiber der NS-Rassenpolitik, eine Zentralfigur des Eroberungs- und Vernichtungskrieges – das ist der reale Albert Speer bis 1945. Das Bild der Nachkriegszeit entspricht dem kaum. Hier erscheint Speer meist als verführter Bürger und unpolitischer Technokrat. Erfolgreich verdeckte er seine vielfältige Beteiligung an den NS-Verbrechen. Speer erzählte Distanzierungsgeschichten, Fabeln von persönlicher Fremdheit und nachgeholter Reue. Er posierte als vermeintlich ehrlicher Bekenner, um der Nachwelt mahnend zu berichten. Der Vortrag zeigt Speers reales Leben als Nationalsozialist und analysiert, wie es Speer gelang, seine Legenden zu verbreiten – und wie Millionen Deutsche diese begierig aufnahmen, um sich selbst eine harmonisierte Lebensgeschichte erzählen zu können. Er beschreibt darüber hinaus, wie der Verleger Wolf Jobst Siedler und der Publizist Joachim Fest dabei Speer zur Hand gingen und wie unkritisch Historikerinnen und Historiker deren Fabeln über Jahrzehnte übernahmen. Speers Lebens- und Lügengeschichten sind damit auch eine Anregung zur selbstkritischen Reflexion auf die Fake-News-Wellen unserer Gegenwart.
Wenn wir über die Einheit Deutschlands sprechen, meinen wir oft die Erfahrungen der „Mehrheitsgesellschaft“. Doch wie erlebten Menschen mit Migrationsgeschichte die Umbrüche seit 1989/90? Ihre Geschichten erzählen nicht nur von Freude und Erleichterung, sondern auch von Unsicherheit, Ausgrenzung und Rassismus. Es ist höchste Zeit, sich diesen Leerstellen in unserer Erinnerungskultur zu widmen - seien Sie Teil davon! Gesprächsgast 1: Paulino José Miguel Paulino José Miguel kam 1982 mit 11 Jahren allein aus Mosambik in die DDR, um dort seine schulische und später auch berufliche Ausbildung fortzusetzen. Grundlage hierfür war ein Staatsvertrag zwischen Mosambik und der DDR, der 900 Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ermöglichte, in Deutschland einen Schulabschluss zu machen. Seit 2008 leitet Herr Miguel beim Stuttgarter Forum der Kulturen das „Kompetenzzentrum Migration Entwicklung Partizipation“. Außerdem ist er Repräsentant der migrantischen Organisationen im Rat für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg. Für sein Engagement als Brückenbauer in der Arbeit für die Rechte von Migrantinnen und Migranten, den interkulturellen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit wurde Paulino Miguel 2025 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Gesprächsgast 2: Cahit Başar Cahit Başar wurde 1966 in Duisburg geboren. Seine kurdischen Eltern waren einige Jahre zuvor aus der Türkei in die Bundesrepublik gekommen. Er gehörte zu den ersten Kindern mit kurdischem Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren wurden. Cahit Başar ist der aktuelle Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland und Mitglied im “Fachbeirat Gesellschaftliche Aufarbeitung/Opfer und Gedenken” der Bundesstiftung Aufarbeitung. Moderation: Nhi Le Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschland mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. Aktuell arbeitet sie vor allem für den Norddeutschen Rundfunk und für andere öffentlich-rechtliche Medien. Die ZEIT zählt sie zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. 2021 wurde sie vom Medium Magazin zu den Top 30 bis 30 Journalist*innen des Landes gewählt. Ihre Arbeit wurde mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet.
Das Judentum hat viele Facetten, die wir uns in dem Kurs ansehen werden. Gleichzeitig liegt der Fokus des Kurses auf dem praktischen jüdischen Leben hier in Deutschland. So erhalten Sie aus erster Hand Informationen zum jüdischen Alltag, zum Bespiel, wie die Essensvorschriften (Kaschrut) eingehalten werden können, zur Stellung der Frau u. v. a. m. Wir lernen rituelle Gegenstände kennen, das Konzept des Schabbats, die wichtigsten Feiertage und synagogale Musik. Antisemitismus wird ebenfalls ein Thema sein, und wir schauen vor allem in diesem Zusammenhang auch nach Israel.
Soziale Medien sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation, Information und Unterhaltung. Gleichzeitig bergen sie jedoch auch erhebliche Risiken. Dieser Vortrag gibt einen umfassenden Überblick über die Nutzung sozialer Medien und beleuchtet die damit verbundenen Gefahren. Thematisiert werden unter anderem Datenmissbrauch, typische Straftaten im digitalen Raum, Hate Speech sowie die Verbreitung von Fake News. Zudem werden Formen digitaler Gewalt und Kriminalität wie Grooming und Phising verständlich erklärt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen Grundlagen, die Nutzerinnen und Nutzer kennen sollten, um sich sicher und verantwortungsvoll im Netz zu bewegen. Abgerundet wird der Vortrag durch die Betrachtung der Hintergründe und Motive, warum solche Phänomene entstehen und sich verbreiten. Ziel ist es, das Bewusstsein für Risiken zu schärfen, Handlungssicherheit zu vermitteln und einen reflektierten Umgang mit sozialen Medien zu fördern. Inhalte im Überblick: Überblick über die sozialen Medien und deren Nutzung Chancen und Risiken sozialer Netzwerke Datenmissbrauch und Datenschutz Überblick über Straftaten im Internet Hate Speech und digitale Gewalt Rechtliche Grundlagen und gesetzliche Rahmenbedingungen Fake News: Erkennen, Verbreitung und Auswirkungen Grooming: Gefahren und Schutzmöglichkeiten Phishing und andere Betrugsmaschen Hintergründe und Motive digitaler Straftaten Anschließend Diskussion und Erfahrungsaustausch.
In diesem praxisorientierten Outdoor-Kurs lernen Sie, sich auch ohne moderne Technik und Strom in der Natur zurechtzufinden. Sie üben die Orientierung ohne Mobiltelefon, nur mit einfachen, nichttechnischen Hilfsmitteln und erfahren, wie Sie sauberes Trinkwasser herstellen können. Zudem zeigen wir, wie sich ein Mittagessen ohne Strom zubereiten lässt – wichtige Grundlagen, um in Notsituationen oder bei längeren Outdoor-Aufenthalten gut zurechtzukommen. Der Kurs findet bei jedem Wetter statt, sodass Sie unter realistischen Bedingungen üben können. Er richtet sich an alle, die ihre Selbstständigkeit, Naturkompetenz und Vorbereitung auf unvorhergesehene Situationen stärken möchten.
In diesem praxisorientierten Outdoor-Kurs lernen Sie, sich auch ohne moderne Technik und Strom in der Natur zurechtzufinden. Sie üben die Orientierung ohne Mobiltelefon, nur mit einfachen, nichttechnischen Hilfsmitteln und erfahren, wie Sie sauberes Trinkwasser herstellen können. Zudem zeigen wir, wie sich ein Mittagessen ohne Strom zubereiten lässt – wichtige Grundlagen, um in Notsituationen oder bei längeren Outdoor-Aufenthalten gut zurechtzukommen. Der Kurs findet bei jedem Wetter statt, sodass Sie unter realistischen Bedingungen üben können. Er richtet sich an alle, die ihre Selbstständigkeit, Naturkompetenz und Vorbereitung auf unvorhergesehene Situationen stärken möchten.
Mit dem Digital Services Act setzt die EU neue Regeln für soziale Medien: mehr Verantwortung, mehr Transparenz, strengere Vorgaben für die Plattformen. Aktuell wird vor allem über die Pflichten bei der Entfernung illegaler Inhalte, den Umgang mit Desinformation, die Offenlegung von Empfehlungsalgorithmen und die Einrichtung wirksamer Beschwerdemechanismen diskutiert. Erste Verfahren gegen Unternehmen laufen bereits – ein Hinweis darauf, dass die EU ihre neuen Regeln auch tatsächlich durchsetzt. Allerdings tut sie dies in einem politischen Umfeld, in dem US-Technologiekonzerne und US-Regierung die Moderation von Content als Zensur ansehen. Wir diskutieren mit Expertinnen und Experten darüber, wie effektiv eine Regulierung durch die EU ist.
Richard Wagner verehrte E.T.A. Hoffmann, den Komponisten einer der ersten romantischen Opern (Undine), als eine seiner wichtigsten literarischen und künstlerischen Inspirationsquellen. Hoffmanns fantastische Erzählungen prägten Wagners künstlerisches Denken. Im Fliegenden Holländer, dem Tannhäuser und den Meistersingern von Nürnberg lassen sich Hoffmanns Einflüsse besonders gut erkennen: die Verschmelzung von Realität und Traum und die Darstellung des Künstlers als genialer, aber auch zerrissener Figur. Wagner sah in Hoffmann einen Geistesverwandten, der wie er selbst die Grenzen zwischen Musik, Literatur und Philosophie überschritt. Wagner bezeichnete Hoffmanns Werke als „wunderbare Träume“, die seine eigene Fantasie beflügelten. Hoffmanns Einfluss zeigt sich jedoch nicht nur in Wagners Textbüchern, sondern auch in seiner Idee des Gesamtkunstwerks – Grund genug, in Bamberg über das Verhältnis Wagners zu Hoffmann nachzudenken.
In Kooperation mit vhs Bamberg Land Unser Alltag ist mehr als Routine. Er ist der Ort, an dem wir lernen, wie wir die Welt sehen und uns verhalten – meist ohne groß darüber nachzudenken. Für viele Menschen läuft dieser Alltag unauffällig ab. Für andere sieht das ganz anders aus: Sie erleben immer wieder, dass ihnen ungefragt bestimmte Eigenschaften, Schwächen oder eine Gruppenzugehörigkeit zugeschrieben werden – ohne dass sie selbst etwas dazu beigetragen haben. Diese Einteilung in ein „Wir" und „die Anderen" passiert nicht einfach zufällig. Sie wird oft von gesellschaftlichen Strukturen und gemeinsamen Vorstellungen gestützt – und wirkt dadurch fast normal oder selbstverständlich. Genau das macht Alltagsrassismus so schwer greifbar: Er zeigt sich nicht nur in einzelnen Vorfällen, sondern auch in Gewohnheiten, Institutionen und Strukturen, die selten hinterfragt werden. In diesem Vortrag schauen wir gemeinsam genauer hin: Wie äußert sich Rassismus im Alltag konkret, und wie hängt er mit gesellschaftlichen Institutionen zusammen? Anhand aktueller Forschung und anschaulicher Beispiele wollen wir die oft unsichtbaren Mechanismen von Bevorzugung und Ausschluss sichtbar machen – und gemeinsam besser verstehen, wie rassistische Denkmuster entstehen und sich im Alltag halten.
Diskurswerkstatt: Gerechtigkeit Drei Abende – drei Perspektiven auf eine zentrale gesellschaftliche Frage Was bedeutet Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft? Und wie gerecht sind die Chancen und Lebensbedingungen, die wir vorfinden? Die Diskurswerkstatt „Gerechtigkeit“ widmet sich an drei Abenden den Themen Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit, raumbezogene Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit. Wissenschaftliche Impulse treffen dabei auf lokale Perspektiven und gemeinsame Diskussion. Auftakt: Bildung für alle? Teilhabegerechtigkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit Bildung eröffnet Chancen – doch kommen tatsächlich alle gleichermaßen durch unser Bildungssystem? Welche Rolle spielen soziale Herkunft und individuelle Lebenswege für Bildungswege und -chancen? Zum Auftakt spricht Prof. Dr. Corinna Kleinert vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg über empirische Erkenntnisse zu Bildungswegen und sozialer Ungleichheit: „Wer kommt wie durch das Bildungssystem? Empirische Erkenntnisse zur Bedeutung von sozioökonomischer Herkunft und individuellen Lebenswegen“ Im Anschluss sprechen wir mit lokalen Akteuren, wie "Arbeiterkind Bamberg" und "Kontaktstelle Studium und Behinderung der Universität Bamberg", über die Situation in Bamberg: Wo stehen wir bei Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe? Wo liegen Herausforderungen – und was können wir vor Ort verändern? Moderiert wird die Veranstaltung von Sonja Richter (Universität Bamberg). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Frauen forschen und entdecken, engagieren sich politisch und gesellschaftlich, stoßen Veränderungen in der Kunst an und schreiben große Romane. Dennoch stehen ihre Leistungen oft weniger im Rampenlicht als die ihrer männlichen Zeitgenossen. Deshalb richten wir in diesem Kurs den Blick auf beeindruckende Frauen, die Geschichte geschrieben haben. Termin 1: Frauen in Politik und Gesellschaft Wir beginnen mit der Frauenrechtlerin Rosa Luxemburg, die sich für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und das Frauenwahlrecht einsetzte. Angela Merkel, Bundeskanzlerin a.D. und Wangari Maathai aus Afrika sind weitere Frauen aus der Politik, mit denen wir uns beschäftigen werden. Termin 2: Frauen in Wissenschaft und Forschung Leben und Wirken von Marie Curie schauen wir uns ebenso an wie das der Mathematikerin Emmy Noether und der Biochemikerin Rosalind Franklin. Termin 3: Frauen in Kunst und Kultur Frida Kahlo gilt bis heute als Ikone des Feminismus. Mit ihrem Leben und ihrer Kunst befassen wir uns ebenso wie mit der Malerin Hilma af Klint und der Fotografin Lee Miller. Agatha Christie revolutionierte die Kriminalliteratur. Autorin Leonie Schöler machte vergessene Frauen der Geschichte sichtbar und Nobelpreisträgerin Toni Morrison rückt Themen wie Rassismus und gesellschaftliche Ungleichheit eindrucksvoll in den Mittelpunkt. Termin 4: Frauen auf Reisen Maria Sibylla Merian war Forschungsreisende und Künstlerin, Ida Pfeiffer bereiste im 19. Jahrhundert allein ferne Kontinente, die Journalistin Meike Winnemuth reiste erst vor ein paar Jahren rund um den Globus und schrieb ein Buch darüber. Alle drei Frauen zeigen: Entdeckergeist ist keine Frage des Alters.
Immer mehr junge Menschen ziehen eine Karriere bei der Bundeswehr in Betracht. Für Eltern und Erziehungsberechtigte stellt sich dabei oft die Frage: Welche Chancen, Risiken und Verpflichtungen bringt ein solcher Schritt mit sich? In diesem Vortrag beleuchten wir die Bundeswehr als Arbeitgeber aus kritischer Perspektive. Besondere Aufmerksamkeit gilt den sozialen Angeboten, der Fürsorgepflicht sowie der Verfassungstreue der Mitarbeitenden. Auch die ethischen Herausforderungen und möglichen Gefahren, die mit Tätigkeiten bei der Bundeswehr verbunden sein können, werden thematisiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen in Europa und der geplanten Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland wird diskutiert, welche Verantwortung Eltern und junge Erwachsene in diesem Kontext abwägen sollten. Ziel des Vortrags ist es, Eltern und Erziehungsberechtigten ein fundiertes, differenziertes Bild zu vermitteln und eine Orientierungshilfe bei der kritischen Auseinandersetzung mit diesem besonderen Arbeitgeber zu geben.
Was unterscheidet das Aufwachsen in einer Diktatur von dem in einer Demokratie? Was passierte, wenn Jugendliche in der DDR mit dem System in Konflikt gerieten? Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was junge Menschen damals geprägt hat und was sie heute beschäftigt, wo Erfahrungen vergleichbar und wo Unterschiede entscheidend sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, Generationen ins Gespräch zu bringen und über das Leben von jungen Menschen in Umbruchszeiten nachzudenken. Gesprächsgast 1: Lisa Trebs Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein. Gesprächsgast 2: Tim Eisenlohr Tim Eisenlohr wurde 1973 in Ost-Berlin geboren. In der DDR engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch in der oppositionellen Umweltbibliothek. In der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 wurde der 14-jährige Tim zusammen mit anderen Mitarbeitern der Umweltbibliothek verhaftet. Er reiste im Sommer 1989 mit seiner Familie nach West-Berlin aus und ging dort weiter zur Schule. In der Bundesrepublik setzte er sein Engagement unter anderem bei „amnesty international“ fort. Heute ist Tim Eisenlohr als Politischer Bildner aktiv und setzt sich für Menschen in Not ein – beispielsweise beim Kältebus der Kältehilfe des DRK. Ihm ist es wichtig, gebrochene Biografien zu akzeptieren und das Gespräch zu suchen. Er ist sehr podiumserfahren. Moderation: Miriam Menzel Miriam Menzel moderiert Veranstaltungen und Diskussionsformate mit Bezug zu ihren Arbeitsschwerpunkten: historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur in der digitalen Gesellschaft. Sie hat zuletzt für die EKD, die Gesellschaft für eine gute Zukunft, die Alfred Landecker Foundation und die Kooperative Berlin gearbeitet. Zu den von ihr konzipierten und geleiteten Projekten, die sich mit dem Jung-Sein in der DDR beschäftigen, gehört u. a. die Podcast-Reihe „Young and Free".
„Kommissar KI ermittelt“ heißt es immer häufiger bei der Polizei. Seine Möglichkeiten sind immens: Neue Analysemethoden können in kürzester Zeit entscheidende Informationen aus umfangreichen Aktenbeständen herausfiltern, mittels Gesichtserkennung und Verhaltensanalyse können „Gefährder“ und vermisste Personen identifiziert werden, KI kann auch Bilddatenmengen aus dem Internet, zum Beispiel in Zusammenhang mit Kinderpornographie, für die Strafverfolgung aufbereiten, Chatverläufe und SocialMedia können durchforstet werden. Viele dieser Möglichkeiten von KI befinden sich in der Testphase und oftmals fehlen gesetzliche Grundlagen. Für ganz verschiedene Anwendungskontexte sind juristische Klärungen zu machen, zum Beispiel mit Blick auf das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und die Menschenwürde. Es stellt sich in jedem Fall die gesellschaftliche Frage, wie intensiv KI-Instrumente für die Sicherheit eingesetzt werden können, ohne die Freiheitsrechte unverhältnismäßig einzuschränken. Mit dieser Ausgabe der „Demokratie im Gespräch“ wollen wir zu dieser Diskussion einen Beitrag leisten.
Deutschlands Rentensystem steht vor einer historischen Herausforderung: Immer weniger Junge müssen immer mehr Ältere finanzieren – und das bei steigender Lebenserwartung und schrumpfender Erwerbsbevölkerung. Wie kann die Rente für alle gesichert werden, ohne der jungen Generation unzumutbare Lasten aufzubürden? Der Vortrag untersucht, welche Reformen wirklich helfen und wie wir durch einen Maßnahmenmix die Finanzierung des Rentensystems sicherstellen, ohne Rentener:innen und Beitragszahler:innen zu überfordern.
In Kooperation mit dem Historischen Verein. Horst Gehringer präsentiert den neuen Aufsatzband des Historischen Vereins. Danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch. Mitglieder und Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.
Diskurswerkstatt: Gerechtigkeit Drei Abende – drei Perspektiven auf eine zentrale gesellschaftliche Frage Was bedeutet Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft? Die Diskurswerkstatt „Gerechtigkeit“ widmet sich an drei Abenden den Themen Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit, raumbezogene Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit. Wissenschaftliche Impulse treffen dabei auf lokale Perspektiven und gemeinsame Diskussion. Wer oder was hat Platz in der Stadt? Raumbezogene Gerechtigkeit in Bamberg Wer kann sich wo in der Stadt aufhalten, wohnen und entfalten? Wem stehen welche Räume zur Verfügung – und wie werden unterschiedliche Interessen zwischen Umwelt, Sozialem und Wirtschaft ausgehandelt? Wie eine Stadt gestaltet und genutzt wird, ist damit auch eine Frage der Gerechtigkeit. Im zweiten Teil der Diskurswerkstatt widmen wir uns der räumlichen Dimension von Gerechtigkeit und fragen, was sie für Bamberg bedeutet. Prof. Dr. Marc Redepenning (Universität Bamberg) gibt mit seinem Vortrag „Raumbezogene Gerechtigkeit. Ein neuer lokaler Blick zwischen Umwelt, Sozialem und Wirtschaft“ Einblicke in das Konzept und eröffnet neue Perspektiven auf die Stadt und ihre Räume. Im Anschluss diskutieren wir mit lokalen Akteuren gemeinsam: Wer hat Platz in der Stadt? Welche Räume sind zugänglich und für wen? Und wie kann eine gerechte Stadtentwicklung gelingen? Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Anne Holfelder (Universität Bamberg). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Diskurswerkstatt: Gerechtigkeit Drei Abende – drei Perspektiven auf eine zentrale gesellschaftliche Frage Was bedeutet Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft? Die Diskurswerkstatt „Gerechtigkeit“ widmet sich an drei Abenden den Themen Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit, raumbezogene Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit. Wissenschaftliche Impulse treffen dabei auf lokale Perspektiven und gemeinsame Diskussion. Generationengerechtigkeit - Wie viel Zukunft verbrauchen wir heute? Wie gerecht ist die Verteilung von Chancen und Ressourcen zwischen den Generationen? Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf die Beziehung zwischen Jung und Alt? Und wie können die Interessen junger Menschen in einer alternden Gesellschaft angemessen berücksichtigt werden? Im dritten Teil der Diskurswerkstatt widmen wir uns der Frage, was Generationengerechtigkeit heute bedeutet und welche Verantwortung wir gegenüber kommenden Generationen tragen. Dr. Pia Jäger (Deutsches Jugendinstitut München) beleuchtet in ihrem Vortrag „Generationengerechtigkeit – Junge Menschen als Außenseiter und Minderheit in einer alternden Gesellschaft?“ die gesellschaftliche Position junger Menschen und fragt, wie ihre Interessen in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden können. Im Anschluss wollen wir wieder mit lokalen Akteuren gemeinsam diskutieren: Wie ist die Situation in Bamberg? Wer bestimmt über die Zukunft? Wie gerecht sind die bestehenden Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe – und was braucht es für mehr Generationengerechtigkeit? Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Anne Holfelder (Universität Bamberg). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Inflation, geopolitische Krisen, schwankende Börsen und veränderte Zinsen verunsichern viele Anlegerinnen und Anleger. Doch wie lässt sich Vermögen auch in bewegten Zeiten langfristig erfolgreich aufbauen? Der Vortrag zeigt verständlich und praxisnah, warum ETFs (börsengehandelte Indexfonds) heute für viele Menschen eine besonders attraktive Form der Geldanlage darstellen. Sie erfahren, wie ETFs funktionieren, welche Chancen und Risiken sie bieten und weshalb sie gerade in unsicheren Marktphasen helfen können, Ruhe und Struktur in die eigene Geldanlage zu bringen. Im Vortrag erfahren Sie: - wie Sie mit ETFs breit gestreut und kostengünstig investieren können, - welche Auswirkungen Inflation, Zinsen und wirtschaftliche Entwicklungen auf Ihr Vermögen haben, - warum langfristiges Investieren meist erfolgreicher ist als kurzfristige Börsenspekulation, - wie ein einfaches ETF-Portfolio aufgebaut werden kann und - welche typischen Fehler Anleger vermeiden sollten. Der Vortrag richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger sowie an alle, die ihre Geldanlage verständlich, selbstbestimmt und ohne großen Zeitaufwand organisieren möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Bamberger Kurzfilmtage sind ein Kurzfilmfestival, das von dem eingetragenen Verein Bamberger Kurzfilmtage e.V. jährlich veranstaltet wird. Das Gesamtprogramm und die Aufführungszeiten finden Sie unter: https://www.bamberger-kurzfilmtage.de/