Unsere vhs-Kursleiterinnen und -Kursleiter kommen aus ganz verschiedenen Professionen und künstlerischen Sparten. Sie repräsentieren unterschiedliche Generationen und Milieus. Ihre Zusammensetzung ist international. Unsere Kursleitungen sind so vielfältig wie unser Programmangebot.
Ludovico, Dr. Fabian
Dr. phil. Fabian Ludovico ist seit 2025 Direktor der Museen der Stadt Bamberg.
Für Ludovico ist die Bedeutung von Museen als Orte der Begegnung und Reflexion zentral: „Es ist mir ein großes Anliegen, den Besucherinnen und Besuchern der Museen zu vermitteln, was das Gezeigte mit ihrem Leben zu tun hat.“ Er möchte durch innovative Vermittlungsprogramme und Ausstellungen eine Relevanz schaffen, die über die reine Präsentation von Kunst und Geschichte hinausgeht.
Beruflicher Werdegang:
Der Kunsthistoriker promovierte 2010 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und absolvierte sein wissenschaftliches Volontariat am Werkverbundarchiv – Museum der Dinge, wo er den Nachlass des Architekten Hermann Muthesius bearbeitete sowie im Ausstellungs- und Vermittlungsbereich tätig war. In den Jahren 2012 und 2013 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dortmund aktiv, wo er sich mit der Beantragung von Drittmitteln und organisatorischen Arbeiten beschäftigte. Von 2014 bis 2016 koordinierte er bei der Museumslandschaft Hessen Kassel (heute Hessen Kassel Heritage) als Projektmanager die Neueinrichtung des Hessischen Landesmuseums. Von 2017 bis 2022 leitete er das Ausstellungsmanagement der Museumslandschaft Hessen Kassel und war seit April 2022 als Fachbereichsleiter Ausstellungen/Kurator Modernisierung bei der Stiftung Historische Museen Hamburg/Altonaer Museum tätig
Das Museum als Möglichkeitsraum 2022 hat ICOM (International Council of Museums) eine neu erarbeitete Museumsdefinition verabschiedet: „Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch.“ Damit ist alles gesagt, oder nicht? Trotz dieser umfassenden Definition beschäftigen sich Museen selbst sehr stark mit ihrer eigenen Rolle. Die Ansprüche, die von der Gesellschaft an sie gestellt werden sind zahlreich und vielgestaltig. Immer schwanken sie zwischen Bewahrung und Fortschritt. Immer scheinen sie als eine Institution im Umbruch. Nur eines findet man selten: musealen Stillstand. Der Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Aspekten der musealen Arbeit am Beispiel der Museen der Stadt Bamberg und anderer. Dabei soll der Begriff des „Möglichkeitsraums“ eingeführt werden: Was können Museen gegenüber anderen Institutionen möglich machen? Wo liegen ihre Potentiale und Grenzen?