Unsere vhs-Kursleiterinnen und -Kursleiter kommen aus ganz verschiedenen Professionen und künstlerischen Sparten. Sie repräsentieren unterschiedliche Generationen und Milieus. Ihre Zusammensetzung ist international. Unsere Kursleitungen sind so vielfältig wie unser Programmangebot.
Piontek, Dr. phil. Frank
Frank Piontek, Dr. phil., geb. 1964 in Berlin. Seit 1988 in Bayreuth. Viele Aufsätze und Artikel über Musiktheater, Kunst und Literatur. Umfangreiche Blogs über Musils Mann ohne Eigenschaften und Jean Pauls Die unsichtbare Loge (für die Bayerische Staatsbibliothek). Vorträge und Lesungen in Bayreuth, Leipzig, Salzburg, Paris, Berlin, Kassel, Bamberg, Verona, Venedig u.a. 1997 UA Theaterstück Casanova kam zu spät (Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth). 2013 UA Siebenkäs (Studiobühne Bayreuth). Dramaturg bei der szenisch-musikalischen Uraufführung von Wagners Männerlist größer als Frauenlist (Hauptstadtoper Berlin 2013). Regie- und Dramaturgiehospitanzen: u.a. Semper-Oper, Wiener Staatsoper. Mitkonzeption des „Jean-Paul-Wegs" in Oberfranken und des Jean-Paul-Museums Bayreuth. Bücher: u.a. Plädoyer für einen Zauberer. Richard Wagner (2006). Richard Wagner: Das Judenthum in der Musik (2016). Richard Wagner: Sämtliche Gedichte (2019). 2021 Mitgründer und -herausgeber der Zeitschrift
Richard Wagner verehrte E.T.A. Hoffmann, den Komponisten einer der ersten romantischen Opern (Undine), als eine seiner wichtigsten literarischen und künstlerischen Inspirationsquellen. Hoffmanns fantastische Erzählungen prägten Wagners künstlerisches Denken. Im Fliegenden Holländer, dem Tannhäuser und den Meistersingern von Nürnberg lassen sich Hoffmanns Einflüsse besonders gut erkennen: die Verschmelzung von Realität und Traum und die Darstellung des Künstlers als genialer, aber auch zerrissener Figur. Wagner sah in Hoffmann einen Geistesverwandten, der wie er selbst die Grenzen zwischen Musik, Literatur und Philosophie überschritt. Wagner bezeichnete Hoffmanns Werke als „wunderbare Träume“, die seine eigene Fantasie beflügelten. Hoffmanns Einfluss zeigt sich jedoch nicht nur in Wagners Textbüchern, sondern auch in seiner Idee des Gesamtkunstwerks – Grund genug, in Bamberg über das Verhältnis Wagners zu Hoffmann nachzudenken.