Rückblick

Volles Haus bei der Langen Nacht am 20. September

Rund 500 Gäste erlebten einen gelungenen Semesterauftakt mit vielen Angeboten zum Ausprobieren und Mitmachen

Die mitreißende Musik der inklusiven Rock- und Popp-Band Sleeping Ann gab das Motto „zusammenleben. zusammenhalten“ für das neue Semester der VHS Bamberg Stadt schwungvoll vor. Rund 500 Gäste besuchten die Lange Nacht der Volkshochschulen, um das bunte Programm der Bildungs- und Kulturstätte kennen zu lernen.

Das größte Lob des Abends kam von der Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing Prof. Dr. Ursula Münch: „Wenn es keine Volkshochschulen gäbe, müsste man sie gründen und erfinden“, betonte sie. „Zu Ihnen kommen Menschen, die Französisch lernen oder einen Kurs in Feldenkrais belegen wollen und stolpern dabei im Programm über Angebote der politischen Bildung, die sie ebenfalls interessieren, aber alleine nicht wahrgenommen hätten.“

Eine große Gefahr sah sie in der alleinigen Nutzung sozialer Medien, die Münch konsequent „digitale Netzwerke“ nannte: „Hier wird ein völlig anderes Bild als die Wirklichkeit vermitteltet, weil alle Nachrichten nach Nutzer-Interesse gefiltert sind“, warnte sie im klug und fachkundig geführten Gespräch mit VHS-Leiterin Dr. Anna Scherbaum. Fazit des Gesprächs: Die Gesellschaft braucht heute mehr denn je Orte der Orientierung, um Zusammenhänge zu verstehen und sich mit unterschiedlichen Auffassungen auseinanderzusetzen.

Eingangs hatte Bürgermeister Dr. Christian Lange den Bogen zwischen den beiden Jubiläen 100 Jahre Bamberger Verfassung und 100 Jahre Volkshochschulen gespannt. Er betonte die Bedeutung der VHsen für die Bildung der Gesellschaft: „Volkshochschulen ermöglichen wissenschaftliche Lehre auf Hochschulniveau für alle“. Er würdigte alle, die hierbei auch das Thema Inklusion vorantreiben und dankte der Band Sleeping Ann für die schwungvollen Darbietungen.

Stellvertretende VHS-Leiterin Christine Sünkel wies auf die Aktion „Du hast uns gerade noch gefehlt“ der Offenen Behindertenarbeit Arbeit hin, bei der ehrenamtliche Begleitpersonen für Freizeitbeschäftigungen gesucht werden – zum Beispiel Kursbesuche bei der VHS. „Erfahren Sie unsere VHS als Ort des Miteinanders, wo Menschen voneinander lernen. Denn Bildung ist die Grundlage für Demokratie, Frieden und Freiheit“, lud Sünkel die Gäste unter Applaus ein. Diese nutzten die vielfältigen Angebote im Alten E-Werk ausgiebig: Ob Suaheli lernen in 30 Minuten, Tipps-Einholen für die Porträt-Fotografie, Ausprobieren von Kaligrafie, Entspannen bei Meditation und Klang sowie Mitmachen bei Community-Dance oder einem Crashkurs Jodeln. Das bunte Programm im ganzen Haus fand regen Anklang und Zuspruch.

Den Gästen offenbarte sich manche Überraschung beim Blick in die verschiedenen Räume – etwa die Goldschmiede-Werkstatt oder die modernen Sporträume. „Ich wusste gar nicht, dass es im Alten E-Werk so tolle Möglichkeiten gibt“, staunte eine Besucherin. Staunen und viel Spaß vermittelten auch die Angebote „Einbürgerungstest – Hätten Sie es gewusst“ und die verschiedenen Sprachtests, die die Gäste ausfüllen durften. „Ich muss mir gleich noch ein Programm mitnehmen und reinschauen, ob ich nicht noch was Interessantes für dieses Semester finde“, war denn auch häufig von den Besucherinnen und Besuchern der Langen Nacht zu hören.


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