FaktenSicher für Demokratie: Online Seminar- und Dialogreihe der ARD und Volkshochschulen
Das Projekt “Stolpersteine NRW” des WDR ermöglicht einen innovativen, interaktiven Zugang zum Thema Nationalsozialismus. Ausgangspunkt ist das Stolpersteine-Projekt von Gunter Demnig: Seit über 30 Jahren verlegen er und Delegierte in Europas Straßen kleine Gedenktafeln aus Messing. Jeder Stein erinnert an einen Menschen, den das nationalsozialistische Regime verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben hat. Das WDR-Projekt ist eine digitale Erweiterung für das weltweit größte dezentrale Denkmal und richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler. Wir stellen das Projekt vor und zeigen, wie journalistische Projekte wie "Stolpersteine NRW" zur Förderung von Aufklärung, Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können. Referent*innen: Jule Küpper, Stefan Domke (WDR) Stefan Domke ist Journalist und leitet das mit einem Grimme Online Award ausgezeichnete WDR-Projekt „Stolpersteine NRW“. Seit 2001 für den WDR tätig, hat er zahlreiche innovative Webprojekte und Apps konzipiert (u.a. digit.wdr.de, glueckauf.wdr.de, tagebau.wdr.de). Mit dem WDR-App-Projekt „Der Kölner Dom in 360“ und mit dem multimedialen Storytellingtool „WDR Pageflow" gewann er 2014 und 2017 einen Grimme Online Award. Jule Küpper ist angehende Historikerin (M.A. Public History) mit dem Schwerpunkt digitale Geschichtsvermittlung. Sie arbeitet seit mehreren Jahren beim WDR. Seit 2020 gestaltet sie das Web & App-Projekt „Stolpersteine NRW“ maßgeblich mit.
Seit einigen Jahren ist der Islam in den Fokus des Interesses getreten: Ob geplante Moscheebauten, Kopftuchdebatten, Terrormilizen wie Al-Quaida, Taliban und IS oder die seit spätestens 2015 im Stadtbild europäischer Gemeinden nicht mehr wegzudenken muslimischen Flüchtlinge bzw. persönliche Freundschaften mit muslimischen Mitbürgern. Der Islam ist eine Realität unseres Lebens. Im Kurs werden theoretischen Grundlagen, die praktische Ausübung sowie das spezifische Selbstverständnis von Islam und Christentum hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten, Differenzen und Horizonte beleuchtet. Ein gesteigertes Verständnis der jeweils eigenen sowie anderen Religion ist die Grundlage für den interreligiösen Dialog.
In den Medien vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Religion die Rede ist: Ob Berichterstattungen aus Krisengebieten im Nahen und Mittleren Osten, verschiedene Verlautbarungen des Papstes oder religions- und kirchenkritische Aktionen bzw. Äußerungen von ideologischer und/oder wissenschaftlicher Seite – Religionen sind in unserem Alltag wieder wesentlich stärker präsent, als dies etwa noch in den 80er und 90er Jahren der Fall war. Doch was ist das Charakteristische der sogenannten großen Weltreligionen? Was zeichnet die monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum und Islam), was den Hinduismus, was den Buddhismus eigentlich aus? Schließen sich die Religionen gegenseitig aus oder ist ein interreligiöser Dialog möglich? Was ist überhaupt Religion und welche Relevanz hat sie im Leben der Menschen? Diese und andere Fragen sollen in dem Kurs zur Sprache kommen und diskutiert werden.